𝟼 Integration
Der Begriff „Integration“ begegnet mir im Berufsleben immer wieder.
Dieser Begriff wird oft positiv kommuniziert, weil Integration laut moderner öffentlich geäußerten Ansichten sowohl durchführbar als auch gewinnbringend für die Gesellschaft sei.
In der Praxis tauchen allerdings hin und wieder doch Probleme in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen auf – aber das ist wieder ein anderes Thema.
Ich war also gespannt, ob und wie Integration bei unseren Enten funktionieren würde.
Hilde und Wilma starteten am ersten Tag der Integration den Versuch, den beiden großen Küken hinterherzulaufen. Diese waren allerdings gar nicht von der Idee der Integration begeistert, und entsprechend verhielten sie sich. Das war nicht schön mitanzusehen.
Wir haben es noch einige Zeit versucht. Die Kleinen und die Großen kamen so irgendwie zurecht. Also „irgendwie“ bedeutet in diesem Fall, dass die Großen die Kleinen immer verscheucht haben, deren Futter gefressen und deren Wasser ausgetrunken haben. Es erinnerte schon ein wenig an Mobbing.
Ich bin ja vorher schon irgendwie in die Rolle der Küken geschlüpft – es geschieht nun schon wieder: Will ich gestört werden, wenn ich gerade einträchtig mit Familie, Freunden etc. zusammen bin? Mich auf "Neuankömmlinge" einlassen? Gesellschaftlich und politisch ist das aktuell ein hoch brisantes Thema...
Ich konnte die großen Küken einerseits verstehen, aber trotzdem fand ich es blöd, denn die Kleinen waren doch auch Enten.
Es schien wie eine Fügung zu sein, dass wir eine Familie kennen, die gerne die Enten haben wollte.
Lieschen und Ernie sind dann in die andere Familie umgezogen. Dort haben sie genau wie bei uns einen großen Garten und Menschen, die sehr tierlieb sind. Ansonsten hätten wir die beiden auch nicht umziehen lassen.
Leider gibt es nicht für alle Probleme eine so einfache Lösung.
Und jetzt haben Hilde und Wilma nur sich - wobei die Bindung der beiden nicht so eng ist wie die von Ernie und Lieschen - aber immerhin!
Es bleibt abzuwarten, wie sich das Miteinander zukünftig gestaltet.

Manche Situationen erinnerten daran, dass sie womöglich auch zusammen spielen, vielleicht Verstecken?

In diesem Sinne: Trotz ein bis zwei Tränen meinerseits sah es nach En(t)de gut, alles gut aus…